7 effektive Schritte, um dir selbst den Leistungsdruck zu nehmen

Situationen die uns unter Druck setzen und Bestleistung abfordern, sind unvermeidbar. Wie wir damit umgehen, das entscheidet jeder selbst. Es liegt also in DEINER Macht!

Wer kennt das nicht? Du arbeitest ehrgeizig an einem Projekt und liegst super gut im vereinbarten Zeitplan. Die Ideen sprudeln, alles fühlt sich leicht an und du bist auf dem besten Weg – ganz ohne Druck, um deine Bestleistung zu geben!

Genau dann passiert es: Aus dem Nichts tauchen Aufgaben auf, die keinerlei Aufschub erlauben und bei genauer Betrachtung stellt sich heraus, dass es wesentlich arbeitsintensiver werden wird, als du ursprünglich gedacht hast.

Wenn dann die Angst hochsteigt, die gestellten Aufgaben nicht meistern zu können, verspüren wir Leistungsdruck, der oftmals von Versagensängste begleitet wird. Der Wunsch es allen Recht zu machen, baut erheblichen Druck auf. Oft bleibt es nicht bei dem Wunsch, sondern wir stellen zusätzlich perfektionistische Anforderungen an uns selbst, weil wir Angst vor Ablehnung haben oder Angst den Job zu verlieren.

Leistungsdruck vermeiden
Leistungsdruck als Ansporn?

Setzen wir uns dauerhaft Leistungsdruck aus, so hat das gesundheitliche Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. Tatsächlich lähmt es unsere realistische Wahrnehmung und wir entwickeln zunehmend einen „Tunnelblick“. Wenn wir in Panik geraten, malen wir uns mögliche Katastrophen aus, die letztendlich zwar nicht passieren werden, aber unsere ganze Energie verbrauchen. Nicht selten endet das für Betroffene in einem Burnout.

Verspüren wir Leistungsdruck, verfallen wir meist unbemerkt in einen blinden Aktionismus und arbeiten einfach drauf los. Deshalb hab ich dir einen 7-Schritte-Aktionsplan zusammengestellt:

1. Halte inne!

Es mag widersprüchlich klingen, aber meine Erfahrung ist: „gönn dir einen Moment der Ruhe!“

Gönn dir Ruhe
Halte inne!

2. Über-blicke!

Das Gefühl der Hilflosigkeit erhöht den Leistungsdruck und verschwindet rasch, wenn du eine Liste aller Aufgaben erstellst, welche die Arbeitsmenge und den Zeitaufwand sichtbar macht, um das Arbeitsvolumen realistischer einschätzen zu können.

3. Komm ins Tun!

Es ist an der Zeit aktiv zu werden, also komm ins Handeln. Nimm jede einzelne Aufgabe genau unter die Lupe:

  • welcher Termin lässt sich verschieben – sei mutig, denn auch eine Deadline muss nicht unbedingt eine Deadline bleiben
  • welche Aufgabe kannst du delegieren – gib ab, lass los, überlege: „wer würde das gerne übernehmen?“
  • filtere die Liste nach Kurz-Aufgaben, die du mit geringem oder wenig Zeitaufwand schnell erledigen kannst, das nimmt zusätzlich den Leistungsdruck und du minimiert deine To-Do-List um weitere Aufgaben!

4. priorisiere!

Hast du dich systematisch bis hierher durchgearbeitet, dann betrachte jetzt die übrigen Aufgaben so objektiv wie möglich. Wäge deine eigenen Erwartungen an dich mit den realistischen Erwartungen an die Aufgaben ab.

5. Konzentration!

Identifiziere mögliche Störquellen die dich ablenken könnten, schalte das Telefon lautlos und lege es am besten außer Reichweite. Damit schaffst du eine gute Ausgangsposition, um konzentriert und entspannt die Aufgabenliste abzuarbeiten.

Leistungsdruck  
Fokussiere!

6. limitiere!

Nun nimm dir ein Zeitfenster, stell dir dafür einen Timer, um nicht ständig auf die Uhr zu schauen. Mir gelingt das mit der Pomodoro-Technik: 45-minütiger Arbeitsphase und 15 Min. Pause dazwischen. Lege genau fest, was du in dieser Zeit schaffen willst und dann leg los. Die Arbeitsphase wird nicht überzogen und wenn es zur Pause läutet, dann ist Pause!

7. Druck-los!

Fang jetzt bloß nicht an, endlos zu verbessern, zu perfektionieren. Das frisst deine Zeit und raubt dir Energie. Es bringt dich zurück in die Spirale „Leistungsdruck“. Also, lass gut sein! Gute Ergebnisse lassen sich oft auch mit weniger Aufwand erreichen!

„Weniger ist mehr“

Ludwig Mies van der Rohe

Leistung, Druck und Spaß!

Du meinst, die Kombination passt nicht zusammen? Oh doch! Leistungsdruck kann sich äußerst effizient auswirken und eine tolle Herausforderung sein, an der wir persönlich wachsen dürfen. Aber wie schaffen es manche Menschen damit umzugehen, um von den positiven Auswirkungen zu profitieren? Das ist wohl vor allem eine individuelle Typfrage.

Pomodoro-Technik
Kennst du die Pomodoro-Technik?

Ich nutze sehr gern die Pomodoro-Technik. Sie ist wie für mich gemacht, um meinen unstillbaren Perfektionismus einigermaßen in Schach zu halten und die Timeline im Auge zu behalten. Diese effektive Unterstützung diszipliniert mich, auch mal Mut zur Lücke zu haben und lässt sogar meinen inneren Kritiker verstummen, um es immer wieder zu verbessern..

Wenn ich weiß, dass meine Aufgabe in dem selbstbestimmten Zeitrahmen fertig bearbeitet sein soll, dann bin ich besonders fokussiert und mit Freude dabei. Das beste daran ist, dass es sogar mit Aufgaben funktioniert, die nicht unbedingt zu meinen Lieblingsarbeiten gehören.

Es kommt also auf die Art und Weise an, wie wir damit umgehen und falls du demnächst Leistungsdruck verspürst, dann erinnere dich an diese 7 Schritte. Probiert es gerne aus und

fühl dich von ganzem Herzen umarmt

Deine Brigitte

Holistc Sales Coaching
Holistc Sales Coaching

Wenn ich dieser Blogartikel inspiriert hat, dann schreib mir gerne in den Kommentaren.

  • Wie ist dein Umgang mit Leistungsdruck?
  • Hast du die Pomodoro-Technik schon ausprobiert?
  • Gehörst du zu den Menschen, die unter Druck effektiver arbeiten?